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ÜBER MICH

ARBEITSHALTUNG UND UNTERNEHMENSPHILOSOPHIE​

DRECHSELWERKEN

Den Anstoss gab die Idee für einen Stuhl, Stuhlbeine drechseln zu können und wurde für mich zum Ausgangspunkt, das Handwerk des Holzdrehens in einem Drechselkurs zu erkunden; dabei blieb der Stuhl ein Projekt, das amüsanterweise nie über eine Musterarbeit hinauskam. 

Am Ende dieser ersten angeleiteten Versuchswoche gab es noch ein bisschen freie Zeit, in der ich eine kleine Schale anfertigte…beim Drehen dieses Stückes wurde mir bewusst, dass sich mir ein Universum an Möglichkeiten der Holzbearbeitung eröffnet hat. 

 

Mit jedem Projekt gibt es für mich etwas Neues zu entdecken, zu erlernen, zu verstehen. Mal folgt die Form der Funktion oder eben umgekehrt! Mal ist es das Holz selbst, das mich inspiriert oder ich wähle das Material für eine bestimmte Form, eine Funktion aus – jedes Projekt hat für mich seinen eigenen Kern, ist Inspiration für etwas Neues, erzeugt seine eigene Dynamik im Arbeitsprozess, generiert Erfahrungen und immer auch –das ist das Schöne am Naturmaterial Holz– ein nicht ganz vorhersehbares Resultat. Mit jeder gedrechselten Form endet ein Arbeitsprozess und stösst einen folgenden an. 

Jedes Stück hat mich etwas gelehrt, mir Erkenntnisse gebracht, neue Aspekte in meinen Fokus gerückt, einmal mehr meine Neugierde geweckt und Geduld trainiert…das ist mein Weg, mein progress in wood!

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NACHHALTIGKEIT ­ALS GRUNDSATZ

Für meine Arbeit kaufe ich meist ganze Stämme in umliegenden Gemeinden. Dadurch bin ich in der Gestaltung frei und nicht an die Dimension einer Brettdicke gebunden. Es ist mir ein grosses Anliegen, lokales Holz zu verwenden, das nachhaltig bewirtschaftet wurde.

Der persönliche Kontakt mit den jeweiligen Forstbetrieben, Waldbesitzern oder auch Gartenbauunternehmen macht es mir möglich, an geeignetes Holz zu gelangen. Zusätzlich kann ich mir so sicher sein, wo der Baum gestanden hat.

Den Stamm von 50-70 cm Durchmessern zerlege ich dann schon vor Ort in sogenannte Rohlinge. Die Form, die später daraus entstehen soll, muss für mich zu diesem Zeitpunkt schon präsent sein, um dem Rohling die richtige Dimension zu geben. Dementsprechend benenne ich die Produkte, die aus diesem Stamm entstehen jeweils nach ihrem Ursprung: ein Eschenstamm, der im Jahr 2022 geschlagen wurde, wird so unter meiner Bearbeitung zu Schalen der Serie ESCHE_22.

Auf der Drehbank im Atelier werden die noch nassen Holzblöcke dann mit den verschiedenen Techniken weiterverarbeitet. Vom Rohling bis zum fertigen Objekt kann durch die notwendige Trocknungszeit bis zu einem Jahr vergehen.

Aus schon getrocknetem Holz, sogenannten Klotzbrettern, entstehen Formen und Stücke wie zum Beispiel Pfeffer- und Salzmühlen, Dosen und Kleingefässe.

Seit meiner Kindheit ist Holz meine Leidenschaft. 

Nach meiner Ausbildung zum Möbelschreiner und dem Diplom Möbeldesigner FH habe ich mich intensiv dem kunstvollen Holzdrehen, der Drechselei, zugewandt und damit mein Interesse am Material Holz vertieft. Das Drechseln und die Begleittechniken verstehe ich als Krönung meiner Passion für Holz.

Mehrere Reisen nach Japan und die Auseinandersetzung mit den diversen Oberflächenbehandlungen von asiatischen Holzwerken haben mich nachhaltig inspiriert. Mich faszinieren die vielfältigen Formen, die ich aus dem Material herausarbeiten kann. So entstehen aus dem Rohmaterial meist gefässartige Objekte, die nicht nur ästhetisch sondern auch funktional sind. Ich bin immer auf der Suche nach geeigneten Formen, probiere, versuche, reduziere, experimentiere…so entstehen immer wieder Arbeiten, deren Form, Erscheinung und Funktion einzigartig sind. Diese Stücke sehe ich dann als ausgereift und reproduktionsfähig an. 

Holz ist ein Naturprodukt, jedes Stück hat seine eigene Zeichnung, Dichte und einzigartige Struktur; so ist jede meiner Arbeiten ein Einzelstück, ein Unikat!

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KEIM

Dies sind meine allerersten gedrechselten Stücke. Aus ihnen ist gewachsen, was ich jetzt mit immer mehr Erfahrung erarbeite. Es ist für mich wertvoll, im Blick zu behalten, wo ich begonnen habe, welche Versuche mir weitere Arbeitsanstösse gegeben haben. Diese Anfänge zeigen mir, welche Entwicklung ich mit dem Holz gemacht habe und welche Möglichkeiten ich noch vor mir habe.

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